So einfach könnte man unseren Blitzaufenthalt in Nouakchott, der Hauptstadt Mauretaniens, beschreiben.
Eingeladen hatte unsere iranische Lauffreundin Parvaneh, um die Reise nach Libyen für die weitgereisten Teilnehmer etwas ökonomischer zu gestalten.
Wir hatten jedoch die gesonderte Anreise geplant, was durch die erste Planänderung Libyen auch nachträglich Sinn machte.
Nach 21stündigen Reise (via Paris) erreichten wir unser Hotel um 4 Uhr Mittwoch morgens und legten uns nur noch todmüde ins Bett. Um ½ 9 klingelte der Wecker, um zu frühstücken. Das fand in einem Restaurant gegenüber statt und der Rezeptionist führte uns dorthin und gab uns lokale Währung, da nur diese zur Zahlung möglich war. Wir frühstückten mit 2 serbischen Läufern und es dauerte eine gute Stunde. Danach zeigten die Serben uns einen Supermarkt, in dem wir Wasser und Cola für den Lauf einkauften.
Danach legten wir uns wieder schlafen und machten uns nachmittags lauffertig. Wir hatten die Startwelle abends gewählt, also direkt im Anschluss an die Startbesprechung. Das machte Sinn, weil wir eine längere Laufzeit einplanten und mit dem Morgenstart vielleicht doch noch die höheren Tagestemperaturen erwischt hätten.
So starteten wir um 18 Uhr abends und marschierten mit 9 weiteren Teilnehmern vom Abend in die Nacht. Da uns das Sheraton freundlicherweise unterstützte und das Gelände zur Verfügung stellte, war die Strecke gut beleuchtet, mit sehr guter asphaltierter Oberfläche und wir konnten sogar die Toiletten in der Lobby oder im Pool-Bereich nutzen. Durch unser langsameres Tempo kam es zu einigen Überrundungen, die sich mit der Zeit reduzierten. Beim Überholen wurde immer wieder kurz geschnackt, so dass es trotz der Dauer ein kurzweiliger Lauf bei sommerlichen Abendtemperaturen war.
Um 2 Uhr morgens lagen wir im Bett und stellten uns den Wecker zum Frühstück. Dummerweise war das Restaurant wegen Ramadan (der an diesem Tag begann) geschlossen. Also suchten wir eine Konditorei, die Kuchenstückchen verkaufte. Als der Inhaber merkte, dass wir Deutsche sind, rief er sofort seinen Neffen in Norddeutschland per Videocall an. Der war gerade mit dem Auto in Lüneburg unterwegs und zeigte schneebedeckte Felder am Straßenrand. Neben unserem Hotel kauften wir Mandarinen und Orangen vom Straßenhändler und hatten alles Notwendige für das Frühstück zusammen. Da es draußen schon wieder warm wurde, blieben wir im Hotel, ruhten uns aus und packten die Rucksäcke. Abends ging‘s zum Flughafen, um mit dem Nachtflug (diesmal über Lissabon) zurück nach Hamburg zu reisen, so dass wir am späten Freitagabend wieder heimischen Boden unter den Füßen hatten.
So war das, mit Doris‘ 110. und Marios 116. Länderpunkt.
PS: das ist der Abschluss des Projekts 7 Marathons in 7 Wochen.
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